Dienstag, 19. Juli 2016
Akquisition kann man lernen
Die Beobachtung meiner aufwachsenden Tochter machte mir einiges deutlich: die Entwicklung von Fertigkeit bedarf der Zeit und einer gewissen Übung. Denn als dieses Kind geboren wurde, konnte es nichts; selbst zum Atmen musste es animiert werden! Monate später vergnügte es sich damit, den Löffel haarscharf am Munde vorbei zu führen. Jeder Erwachsene wäre an dieser Ungeschicklichkeit verzweifelt; dieses Kind nicht! Es wirkte völlig entspannt in dieser Aktivität und freute sich, als der Mund irgendwann getroffen war.
Und richtig: Die Wissenschaft belegt, dass die intelligentesten Lebewesen zum Zeitpunkt ihrer Geburt die am wenigsten Lebensfähigen sind. Wenn ein Schaf bspw. geboren wird, kann es bereits wenige Minuten später laufen und löst sich relativ schnell von seiner Mutter. Es lebt fortan ziemlich autark, hat seinen Entwicklungshorizont damit aber auf Lebenszeit erreicht.
Fortentwicklung benötigt die Herausforderung. Manche Menschen benötigen ein Problem und ganz Hartgesottene die Katastrophe um sich zu entwickeln.
Die erfolgreiche Durchführung von Akquisitionsvorhaben ist keine angeborene Fähigkeit, sondern ein komplexer Prozess, der der akquirierenden Person einiges abverlagt. Denn da muss
- die eigene Leistung im Vorfeld analysiert und definiert werden,
- eine akquisitorische Eigenpositionierung erfolgen,
- die wirklich richtigen Akquisitionsziele definiert und recherchiert werden,
- der Arbeitsplatz organisiert werden,
- ein individueller Kontaktmix zur Ansprache jedes Prospektivkunden zusammengestellt werden,
- schließlich die bestmögliche Ansprache des Prospektivkunden erfolgen,
- eine systematische Kontaktentwicklung umgesetzt werden
und schließlich
- eine permanente Erfolgskontrolle zur Optimierung der laufenden Maßnahme erfolgen.
All das kann man sich selbst beibringen. Ideal ist, wenn man auf die Vorerfahrungen und Erkenntnissen von Kollegen, Trainern, Berater, etc. zurückgreifen kann. Unerlässlich ist es auch, diesen Lernprozess nie als abgeschlossen zu betrachten und neuen Informationen gegenüber aufgeschlossen zu sein. So besucht meine Tochter beispielsweise gerade ein Seminar, wo sie sich mit den asiatischen Essgewohnheiten vertraut macht und sich so auf einen Auslandsaufenthalt vorbereitet.
Im Gegensatz zur Begabung, bei der die angeborenen Bedingungen im Vordergrund stehen, schließt die Fähigkeit gleichwertig auch solche Bedingungen mit ein, die auf Lernprozesse zurückgehen" (Quelle: Brockhaus)
Bauen Sie also Ihre ganz persönlichen Fähigkeiten aus, indem Sie täglich dazulernen. Bleiben Sie bewusst, aufgeschlossen und neugierig. Ihr Erfolg wird Sie belohnen!
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