Vermutlich muss ich nicht viel dazu sagen, dass die Tätigkeit
der Akquise eher nicht gemocht, als nicht gekonnt wird. Viele steigern sich in
die Vorstellung, Akquise sei unanständig. Etwa so, wie sie sich am Buffet verhalten, damit die letzten Krabben auf ihren
Teller landen. Diese - oft sogar
körperliche Form der Akquise - macht mich immer wieder sprachlos. Und diese
kampferprobte Spezie soll es nicht schaffen,
einem Menschen einen seriösen Vorschlag zu unterbreiten und ihn für dessen Vorteile
gewinnen? Ich glaube, da ist etwas anderes im Spiel!
Eines ist natürlich richtig: Solange man selbst nicht von
etwas überzeugt ist, wird es auch kaum gelingen, andere davon zu überzeugen.
Das beginnt bereits mit mir selbst. Wer der Meinung ist, für die Akquise nicht
geeignet zu sein (sie nicht machen zu wollen), wird es mit Akquisitionserfolgen
sehr schwer haben. Denn er würde damit gegen seine innere Einstellung arbeiten.
Und das ist, wie Dr. Joseph Murphy bereits vor Jahrzehnten in seinem
wunderbaren Buch „Die Macht des Unterbewusstsein“ schrieb, nicht erfolgreich.
Wer sich allerdings dazu entschließt, bislang unbekanntes Terrain für sich zu
erschließen, der hat alle Möglichkeiten dazu. Es gibt erprobte Techniken, Einfluss
auf das eigene Unterbewusstsein zu nehmen und so bspw. aus einer Ablehnung eine
Befürwortung zu machen. Ich habe mir das selbst in Bezug auf das Tanzen
bewiesen!
Ein wirklicher Knackpunkt in Bezug auf die Akquise ist die
Erfolgserwartung. Während sich der Buffetkämpfer stets unmittelbar belohnt,
muss ein Akquisiteur oft mehrere Anläufe wagen, bis er einen Erfolg vermelden
kann. Oft noch nicht einmal dann! Das ist für viele Menschen eine große
Belastung. Noch dazu, wenn sie von Vorgesetzten oder Kunden unrealistisch hohe
Ziele gesetzt bekommen. Doch auch hieran
kann gearbeitet werden. Auch das ambitionierteste Ziel ist Schritt für Schritt erreichbar.
Aber eben nur so! Klug, wer früh genug los geht und unterwegs den Mut nicht
verliert. Und was das „Können“ angeht: Unterwegs
gibt es immer jede Menge zu lernen. Wer aber gar nicht erst losgeht, der lernt
auch nicht zu gewinnen. Selbst am Buffet!
